Kunststoffe

Produktgruppen

Chemie im Alltag

Belastet PVC die Umwelt?

Der Kunststoff PVC ist seit rund 20 Jahren im Kreuzfeuer der Kritik von Umweltschützern, die dem Werkstoff ein schlechtes ökologisches Profil zuschreiben. Seine Vermeidung wird als Umweltvorteil angesehen, ohne dass Vor- und Nachteile dieses Werkstoffes gegeneinander abgewogen werden.

Der Ruf ein Problemstoff zu sein, führte zu umfassenden Überprüfungen der Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit, deren Ergebnisse die Vorwürfe fast immer eindeutig entkräfteten. PVC gilt daher zurecht als der "bestuntersuchte Werkstoff" - allerdings fand die Fülle der Faktoren in den emotional geführten Diskussionen oft keine Beachtung.

Die jahrelange öffentliche Anfeindung von PVC führte aber auch zu einer Vielzahl an technischen und ökologischen Entwicklungen dieses Kunststoffes. Kritisierte Zusatzstoffe wurden durch andere ersetzt, Recyclingsysteme aufgebaut und zusätzliche Maßnahmen zur Ressourcenschonung ergriffen. Betrachtet man PVC unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Entwicklung - und damit über die gesamte Nutzungsdauer von der Herstellung bis zur Entsorgung - dann zeigt sich die ökologische Wettbewerbsfähigkeit dieses Kunststoffes gegenüber anderen Werkstoffen und sein überdurchschnittlich gutes ökonomisches Profil. So würde beispielsweise ein Verzicht auf PVC-Rohre im öffentlichen Kanalbau in zehn Jahren Mehrkosten von 625 Millionen Euro verursachen, ohne einen nachweisbaren Umweltvorteil zu erreichen.

Pro 100 Euro, die in die Wärmedämmung eines Hauses investiert werden, können in den folgenden 50 Jahren (so lange bleibt die Wärmedämmung eines Hauses mindestens funktionstüchtig) ca. 1.500 kg an CO2-Emissionen und rund 27.000 Megajoule (MJ) an Primärenergie, also an Erdöl, Kohle oder Erdgas, eingespart werden.

Ein Einfamilienhaus mit 10 PVC-Fenstern auszustatten, spart gegenüber Alternativen etwa 3.000 Euro. Dabei sind Kosten für Anschaffung, Pflegemaßnahmen und Recycling schon berücksichtigt. Mit diesem Geld können etwa 70 m2 Hauswand thermisch isoliert und damit rund 800.000 MJ Primärenergie und 40 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

Die Wasserversorgung (Versorgung mit Trinkwasser und Entsorgung des Abwassers) für ein Haus mit PVC-Rohren spart gegenüber Alternativen bis zu 700 Euro. Mit diesem Geld können etwa 15 m2 Hauswand thermisch isoliert und so 11 Tonnen CO2-Emissionen (und 190.000 MJ Primärenergie) eingespart werden.

Während der Nutzungsdauer der Wärmedämmung (50 Jahre) werden weit mehr an klimawirksamen Luftschadstoffen und Energie eingespart, als bei der Herstellung und Nutzung der PVC-Produkte verbraucht werden.

Seit 50 Jahren gehört PVC (Polyvinylchlorid) zu den am häufigsten eingesetzten Kunststoffen. 30 Millionen Tonnen werden weltweit jährlich verarbeitet - im Bauwesen, in Elektro- und Elektronikprodukten, im Gesundheitswesen, in Fahrzeugen und in der Verpackung. Die weite Verbreitung von PVC-Produkten ergibt sich durch die vorteilhaften Eigenschaften dieses Kunststoffes. PVC-Produkte sind langlebig, wartungsarm, leicht, preisgünstig, recycelbar u.v.m. Sie können hart und stabil oder weich und flexibel produziert werden. Hergestellt wird PVC zu 43 % aus Erdöl und zu 57 % aus einem rohstoff, der praktisch unendlich verfügbar ist: Salz. Mehr als 80 % des in Österreich verwendeten PVC werden zu jahrzehntelang nutzbaren Bauprodukten (Rohre, Fenster, Böden etc.) verarbeitet.

Mehr über das Thema PVC erfahren Sie unter http://www.oekoeffizienz.at.

Bauen & Wohnen

Wie kann ich beurteilen ob ein neues Fenster einen Mangel hat?

Die Fensterindustrie hat Beurteilungskriterien für Fenster aus Kunststoff, Holz oder Aluminium in einem Dokument zusammengefasst. Dies kann als Leitschnur dienen, ob ein Fenster mangelhaft ist oder nicht.
 
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Gesundheit

Können Rückstände von Kunststoffverpackungen in Lebensmittel gelangen?

Joghurt, Milch, Fleisch, Teigwaren und vieles mehr findet man heute meist in Kunststoff verpackt in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte. Grund dafür sind die vielen praktischen Eigenschaften von Kunststoffen, wie z. B. das geringe Gewicht, die geringe Bruchgefahr und der optimale Schutz der verpackten Güter.

Kunststoffverpackungen für den Lebensmittelbereich unterliegen dem sehr strengen österreichischen Lebensmittelgesetz und benötigen für ihren Einsatz eine gesetzliche Zulassung. In der Kunststoffverordnung legen strenge EU-Verordnungen und das österreichische Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) genau fest, welche Kunststoffmaterialien und Zusatzstoffe (z. B. Farbstoffe) für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden dürfen, und enthält strenge Grenzwerte für das Auswandern (Fachausdruck: Migration) von Stoffen aus Verpackungen in Lebensmittel.

Das Migrationsverhalten wird im Zuge der Zulassungsprüfungen genau untersucht. Dabei werden in den Verpackungen verschiedene Stoffe, wie z. B. Wasser, verdünnte Essigsäure, Olivenöl, gelagert und zwar je nach zukünftiger Anwendung der Verpackung, bei verschiedenen Temperaturen und für verschieden lange Zeiträume. Die Gesamtmenge an Stoffen, die höchstens aus einer Kunststoffverpackung auswandern darf, ist äußerst gering und für Menschen unbedenklich.

Gesundheit

Ist eine zerkratzte Teflonpfanne gefährlich?

Teflon ist ein Hochleistungskunststoff und bis zu einer Temperatur von 260°C beständig. Bei ca. 340°C beginnt Teflon zu schmelzen, und ab 360°C entstehen gasförmige Spaltprodukte. Diese Temperaturen werden beim normalen Gebrauch einer Pfanne nicht erreicht. Herkömmliche Speiseöle beginnen je nach Type schon bei 160-200°C zu rauchen. Selbst für Speisen, die bei sehr hohen Temperaturen zubereitet werden, wie z. B. Steaks, beträgt die Pfannentemperatur maximal 200°C. Eine Gesundheitsgefahr durch Zersetzungsprodukte, die beim Erhitzen von Teflon entstehen, geht bei normaler Verwendung also weder von zerkratzten noch von intakten Pfannen aus.

Vergisst man allerdings eine beschichte Pfanne einmal auf der Herdplatte oder auf dem Kochfeld, so ist eine Überhitzung möglich, und dann können auch schädliche Zersetzungsprodukte von der Teflonbeschichtung abgegeben werden. Eine akute Gesundheitsgefahr für Menschen ist aber auch in diesem Fall nicht gegeben, es sollte aber gründlich gelüftet werden.

Durch falsche Behandlung wie durch Scheuern oder Schaben kann es passieren, dass die Beschichtung zerkratzt wird. An den beschädigten Stellen ist dann die Antihaftwirkung nicht mehr gegeben, und stark zerkratzte Pfannen zeigen irgendwann keine Antihaftwirkung mehr.

Umwelt

Werden gesammelte Kunststoffverpackungen tatsächlich recycelt?

Sammlung und Recycling von Kunststoffverpackungen werden in Österreich durch die Verpackungsverordnung gesetzlich vorgeschrieben. Alljährlich werden in unserem Land fast 100.000 Tonnen Kunststoffverpackungen gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Mindestens die Hälfte aller gesammelten Kunststoffe muss, so verlangt es diese Verordnung, stofflich“ - also zu Kunststoffprodukten - wiederverwertet werden. Der Rest wird zur Energieerzeugung herangezogen. Ausgenommen von der Mülltrennung sind sehr kleine Becher mit einem Füllvolumen unter 100 ml oder Säckchen und Folien, kleiner als eine A4-Seite.

Die Österreichische Kunststoff Kreislauf-AG (ÖKK-AG) ist die verantwortliche Verwertungsgesellschaft für Kunststoffe. Sie ist verpflichtet, dem Umweltministerium jährlich genaue Aufzeichnungen über die gesammelte Menge und die Art der Verwertung zu übergeben. Kann die Verwertung der Kunststoffe nicht eindeutig nachgewiesen werden, kann das Ministerium der ÖKK-AG die Lizenz entziehen. Damit das nicht passiert, werden alle Verwertungsbetriebe, die für die ÖKK-AG arbeiten, von unabhängigen Fachleuten im Auftrag der ÖKK-AG regelmäßig überprüft.

Umwelt

Wozu Rohrleitungen aus Kunststoff?

Weltweit geht jeder vierte Liter Trinkwasser durch undichte Leitungen verloren, 60 % bis 70 % aller Abwässer versickern ungeklärt im Erdreich.

Lange Schönwetterperioden im Sommer lassen selbst in Österreich mancherorts Befürchtungen über Engpässe in der Wasserversorgung aufkommen. Zu den wichtigsten kommunalen Aufgaben zählt daher der nachhaltige Umgang mit dem hochwertigen Grundnahrungsmittel Wasser.

Um die Verluste des "weißen Goldes" möglichst niedrig zu halten, investieren Österreichs Gemeinden in den nächsten zehn Jahren 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Erhaltung des Rohrnetzes. Rohre für den Einsatz im öffentlichen Siedlungswasserbau müssen selbstverständlich besonders hohen Anforderungen gerecht werden, da sie über mehrere Jahrzehnte - bis zu 80 Jahre - im Einsatz sind.

Kunststoffrohre sind nicht nur unkompliziert in der Verlegung und kostengünstig. Dank der Vielfalt und Vielseitigkeit von Kunststoffrohren lassen sich Rohrleitungen aus Kunststoff den verschiedensten Anforderungen individuell anpassen mit positiven Auswirkungen auf Lebensdauer, Wartung und Reparatur. Diese maßgeschneiderte Qualität bietet besondere Sicherheit durch absolute Dichtheit im Gebrauch.

Mehr über das Thema Kunststoff erfahren Sie unter http://kunststoffe.fcio.at

Umwelt

Verschwendet die Kunststoffproduktion Erdöl?

Viele Verpackungen, Spielwaren und Gebrauchsgegenstände des Alltags werden aus Kunststoff hergestellt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kunststoff ist leicht, äußerst strapazierfähig, hat eine lange Lebensdauer und lässt sich wiederverwerten.

Kunststoff wird aus Erdöl hergestellt. 4% des jährlichen Erdölverbrauches werden als Rohstoff für die Herstellung von Kunststoffen verwendet. Beinahe 90% der jährlichen Fördermenge von 3,5 Milliarden Tonnen werden einfach verbrannt – als Treibstoff in Fahrzeugen, Flugzeugen, in Kraftwerken, Industrieanlagen und privaten Heizanlagen.

Im Gegensatz zur direkten Energiegewinnung liefert Erdöl in Kunststoffen einen längerfristigen Gebrauchsnutzen, der bei Bauprodukten wie Kunststoffrohren oder Fenstern bis zu einigen Jahrzehnten reicht. Durch ihren Einsatz z. B. im Auto- und Flugzeugbau oder als Wärmedämmung helfen Kunststoffprodukte auch Erdöl zu sparen. Leichtere Fahrzeuge benötigen weniger Treibstoff, und gute Wärmedämmung senkt den Bedarf an Heizenergie von Gebäuden um 50%.

Kunststoffprodukte können in der Regel recycelt werden. Sollte dies nicht mehr möglich sein, kann durch die Verbrennung ausgedienter Kunststoffprodukte das darin verarbeitete Erdöl letztendlich doch zur Energiegewinnung eingesetzt werden.

Chemie im Alltag

Wo bekomme ich einen Kollektivvertrag für die kunststoffverarbeitende Industrie?

Die Kollektivverträge der chemischen Industrie gelten auch für die kunststoffverarbeitende Industrie. Diese sind zu finden unter fcio.at: Kollektivverträge

Chemie im Alltag

Was sind aktive bzw. intelligente Verpackungen?

Schon herkömmliche Verpackungen müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen, um dem Anspruch von Konsumenten und Handel gerecht zu werden. Aktive und intelligente Verpackungen können - laut Manfred Tacker vom Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik – darüber hinaus noch mehr:

Aktive Verpackungen sind Verpackungen, die gezielt mit dem Füllgut (zB Lebensmittel) in Wechselwirkung treten und damit die Haltbarkeit und / oder die Qualität des Füllgutes während der Lagerung verbessern. Typische Beispiele sind etwa Bier in Kunststoffflaschen, die einen Sauerstoffabsorber (im Drehverschluss) enthalten. Damit kann die Haltbarkeit von Bier in Kunststoffflaschen von 3 auf 6 Monate verlängert werden.

Ein anderes Beispiel sind Folienverpackungen mit Ethylenabsorbern. Diese holen das von Bananen während der Lagerung gebildete Ethylen (ein Reifungshormon, das zu schneller Reifung führt) aus der Verpackungsatmosphäre heraus und sorgen so dafür, dass Bananen länger haltbar bleiben.

Intelligente Verpackungen sind Verpackungen, die einen Zusatznutzen aufweisen, der über die reine Verpackungsaufgabe hinausgeht. Typische Beispiele sind Verpackungen, die einen Chip (RFID) integriert haben. Diese Verpackungen können etwa berührungslos von einer Station detektiert werden. Damit ist es etwa möglich, dass ein ganzer Einkaufswagen mit einer ganzen Anzahl an Produkten beim Durchfahren automatisch erfasst wird und das mühsame Scannen an der Supermarktkasse entfällt. Dies bringt große Einsparungen (Zeit, Geld) mit sich und kann auch zur Diebstahlsicherung in Supermärkten eingesetzt werden.

Ein anderes Beispiel ist eine Geflügelverpackung, die einen Detektor für Salmonellen enthält. Tritt während der Lagerung eine unerwünschte Vermehrung von Salmonellen im Geflügel auf, verfärbt sich ein in die Verpackung eingearbeiteter Chip (zB von Grün auf Rot) und zeigt damit an, dass das Lebensmittel nicht mehr genießbar ist.

Freizeit & Sport

Wie sicher ist Kunststoffspielzeug?

Spielzeug aus Kunststoff ist ebenso ungefährlich wie jenes aus anderen Materialien. Dies stellen die im Interesse der Kinder besonders strenge Spielzeugverordnung und das CE-Zeichen sicher. Dieses Zeichen müssen sämtliche Spielsachen tragen, die in Österreich in den Handel kommen, dafür sorgt eine speziell eingerichtete Prüfstelle.

Spielzeug darf keine scharfen Kanten, Ecken oder Spitzen haben, es darf nicht brennbar sein oder bestimmte chemische Stoffe, Schwermetalle etc. enthalten. Für Kleinkinderspielzeug (für Kinder unter 3 Jahren) gelten noch strengere Richtlinien, da kleine Kinder ihr Spielzeug gerne in den Mund nehmen. Darüber hinaus müssen das Spielzeug oder Spielzeugteile, die sich beim Spielen lösen könnten, so groß sein, dass sie keinesfalls verschluckt werden können.

Das CE-Zeichen am Spielzeug aus Kunststoff zeigt den Eltern, dass dieses Spielzeug für ihre Kinder sicher ist und sie die Vorteile dieses Materials genießen können: Aus Kunststoff lassen sich wie aus keinem anderen Material Spielsachen in allen Formen und Farben herstellen. Außerdem ist Kunststoffspielzeug abwaschbar und damit leicht sauber zu halten.

Freizeit & Sport

Stimmt es, dass es Fahrradrahmen gibt, die leichter als eine Trinkflasche sind?

Radfahrer wissen es: 1 kg am Fahrrad wiegt viel mehr als 1 kg Körpergewicht. Geringes Gewicht ist deshalb die Voraussetzung für effiziente Fortbewegung mit dem Rad. Ein leichtes und trotzdem stabiles Rad kostet den Biker weniger Kraft und macht mehr Spaß.

Mit Kunststoff (Kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe - KFK) werden die derzeit leichtesten Rahmen gebaut. Rahmengewichte unter einem Kilo werden bereits realisiert. Diese wiegen somit weniger als 1 Liter Getränk in der Flasche. Die extrem zugbelastbaren Carbonfasern bestimmen die Festigkeit des Bauteiles. Auf die Ausrichtung der Fasern ist hierbei zu achten.

KFK-Rahmen werden in verschiedenen Bauweisen hergestellt. In der Monocoque-Bauweise werden Fasermatten in einer Form übereinander gelegt, mit Kunstharzen getränkt und ausgehärtet. Bei der Tube-to-tube-Bauweise werden vorgefertigte Rohre verklebt. Über die Klebestellen werden weitere Fasermatten laminiert.

Carbon-Composites können natürlich auch für andere Teile am Rad verwendet werden wie z.B. Sattelstützen, Sättel, Lenker, Vorbau; Felgen etc.

Umwelt

Warum sind so viele Sportartikel aus Kunststoff?

Sportler ohne Kunststoffsportprodukte befinden sich gegenüber Sportlern mit solchen klar im Nachteil. Grund dafür sind die vielen Vorteile dieses vielseitigen Werkstoffes. Kunststoffe sind leicht, gut formbar, äußerst strapazierfähig und haben eine lange Lebensdauer.

Herausragende Eigenschaften haben faserverstärkte Kunststoffe. Diese Materialkombination ist extrem leicht und hält ganz besonders hohe mechanische Belastungen aus. Faserverstärkte Kunststoffe kommen daher auch im Spitzensport zum Einsatz. So werden etwa Hochleistungsprothesen für Behindertensportler aus diesem innovativen Werkstoff hergestellt. Sie ermöglichen dem Sportler Laufleistungen fast wie mit gesunden Beinen. Aber auch im Schi-, Rad- und Golfsport sowie in der Formel 1 hat dieser Verbundstoff längst Einzug gehalten.

Die hohe Belastbarkeit und das geringe Gewicht faserverstärkter Kunststoffe macht man sich auch in der Auto- und Flugzeugproduktion immer mehr zu Nutze. So wird beispielsweise das neueste Flugzeug von Airbus, das bis zu 850 Passagieren Platz bietet, zu 20 Prozent aus diesem Werkstoff bestehen.

Bauen & Wohnen

Geben Kunststoffböden ungesunde Dämpfe ab?

Wer schon einmal einen Kunststoffboden verlegt hat oder verlegen ließ, kennt das Problem des unangenehmen Geruches. Die Ursachen für die Geruchsentwicklung sind geringe Mengen organischer Verbindungen, die beim Aufschmelzen des Kunststoffes bei der Belagsherstellung entstehen und in zwei bis drei Wochen ablüften. Diese Verbindungen sind weder gesundheitsschädlich noch giftig.

Dass die Beläge noch riechen, ist logistisch und produktionstechnisch bedingt. Durch die modernen Herstellungsverfahren mit ihren hohen Produktionsgeschwindigkeiten wird die Zeit zum Ablüften der Beläge immer kürzer. Fast luftdichte Verpackungen verhindern das Ablüften auch während Lagerung und Transport. Auf diese Weise verlagert sich das Ablüften in die Zeit nach der Belagsverlegung.

Unangenehme Gerüche treten nicht nur bei PVC-Belägen auf. Untersuchungen über das Emissionsverhalten verschiedener Beläge haben gezeigt, dass Beläge aus anderen - auch natürlichen - Materialien ein sehr ähnliches Verhalten wie PVC-Böden zeigen.

Kunststoffböden weisen aber eine Reihe erheblicher Vorteile auf: Sie sind widerstandsfähig, leicht zu pflegen und zu reinigen und in vielen, dem individuellen Bedarf entsprechenden, Farben und Formen erhältlich.

Rückfragen an: Dr. Johann Pummer
Telefon: 05 90 900 - 3372
E-mail: pummer@fcio.wko.at

Bauen & Wohnen

Ist PVC überhaupt noch ein zeitgemäßes Material?

Polyvinylchorid (PVC) ist der bestuntersuchte und am zweithäufigsten verwendete Kunststoff Europas. Die Gründe dafür liegen in der Vielseitigkeit des seit mehr als 50 Jahren bewährten Kunststoffes, in seiner Langlebigkeit, Plegeleichtigkeit und hohen Wirtschaftlichkeit. Diskussionen über Umweltbelange von PVC bewirkten zahlreiche tiefergehende Untersuchungen, die überwiegend zu dem Ergebnis kamen, dass PVC ein ökoeffizienter Werkstoff ist und zur Ressourcenschonung beiträgt.

PVC besteht nur zu 43 % aus Erdöl und zu 57 % aus einem Rohstoff, der praktisch unendlich verfügbar ist: Salz. Bei der Herstellung und Verarbeitung von PVC wird nur wenig Energie verbraucht. Mehr als 90 % des PVC werden in Österreich zu jahrzehntelang nutzbaren Bauprodukten (Rohre, Fenster, Böden etc.) verarbeitet, die kaum oder gar nicht gewartet werden müssen. Am Ende des Lebensweges warten effiziente Altstoffsammelsysteme und Recyclinganlagen, die kontinuierlich ausgebaut werden.

PVC kann hart und stabil oder weich und flexibel hergestellt werden. Diese Vielseitigkeit inspiriert einst wie jetzt zu unterschiedlichsten Innovationen: So besteht das neue Faltdach im Wiener Rathaus ebenso aus PVC wie Vinyl-Schallplatten, auch bei aufblasbaren Möbeln, Regenjacken, Sportschuhen, Fußbällen oder modernen Segelbooten gehört PVC dazu

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Chemie im Alltag

Was kostet der Einsatz von Kunststoffrohren den Steuerzahler?

Die Verwendung von Kunststoffrohren entlastet die Gemeindekassen beträchtlich

Zählen doch die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und die umweltgerechte Entsorgung von Abwässern zu den wesentlichen kommunalen Aufgaben.

Der Bau beziehungsweise die Sanierung der notwendigen Rohrleitungen stellt für die österreichischen Gemeinden eine hohe finanzielle Belastung dar. Beim Einsatz von Kunststoffrohren verringern sich die Kosten im Siedlungswasserbau aufgrund der meist günstigeren Materialpreise und der unkomplizierteren Verlegung erheblich.

Ein Verzicht der österreichischen Gemeinden auf PVC-Kanalrohre würde dem Steuerzahler beispielsweise jährlich 62,5 Millionen Euro oder 860 Milliionen Schilling kosten. 62,5 Millionen Euro, die bei der Verwendung der bewährten Kunststoffrohre für andere kommunale Aufgaben zur Verfügung stehen und letztlich nicht von den Bürgern über Wasser- und Abwassergebühren aufgebracht werden müssen.

Mehr über das Thema Kunststoff erfahren Sie unter kunststoffe.fcio.at.

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Chemie im Alltag

Wieviel Kunststoff steckt in einem Auto?

Kunststoffe, Kautschuk, Lacke, Klebstoffe sowie eine Vielzahl an weiteren chemischen Stoffen finden sich in einem modernen Auto. In Bewegung kommt ein herkömmliches Auto durch die älteste chemische Reaktion der Menschheit – die Verbrennung.

Leichter und sicherer durch Kunststoff

Der Kunststoffeinsatz in Autos ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt heute im Durchschnitt bei ca. 100 Kilogramm pro Auto. Kunststoffe sind Werkstoffe nach Maß. Durch Variation von Zusammensetzung, Zusätzen und Synthesebedingungen entwickeln sie ein weites Spektrum von Eigenschaften. Einige hundert Teile des Autos sind aus Kunststoff gefertigt, wie z. B. Stoßstangen, Armaturenbrett, Dichtungsmassen, Abdeckungen der Lichter, Kabelisolierungen, Autositze, Sitzbezüge, Flüssigkeitsbehälter, Dach- und Seitenverkleidungen u. v. m.

Kunststoffe machen Autos leichter, sie bieten Korrosionsfreiheit, sicherheitsfördernde Nachgiebigkeit, eine gute Wärmedämmung, wirken geräuschdämpfend und bieten optimale Raumausnützung. Aufgrund der guten Formbarkeit können z. B. Flüssigkeitsbehälter nach dem vorhandenen Platzangebot angefertigt werden. In der Verarbeitung sind Kunststoffe Metallen überlegen. Auch komplizierte Teile lassen sich mit wenigen Werkzeugen bearbeiten und herstellen.

Einige Kunststoffe sind qualitativ besonders hochwertig. Diese Hochleistungskunststoffe können im Fahrzeugbau im großen Umfang Metalle ersetzen. Herausragende Eigenschaften haben kohlefaserverstärkte Kunststoffe. Diese Materialkombination ist extrem leicht und hält ganz besonders hohe mechanische Belastungen aus. Zum Einsatz kommt dieser Verbundstoff beispielsweise auch in der Formel 1 und im Flugzeugbau.

Im Durchschnitt lässt sich durch den Einsatz von Kunststoffen in modernen Autos ca. 100 bis 200 kg Gewicht pro Auto einsparen. Ist ein Auto leichter, benötigt es für den Betrieb weniger Treibstoff. 100 kg weniger Gewicht bedeutet, dass man für 100 Kilometer mindestens einen halben Liter weniger Treibstoff braucht. Weniger Treibstoff zu verbrauchen heißt auch, dass weniger Abgase ausgestoßen werden und dass Erdöl eingespart werden kann.

Für die Herstellung der Kunststoffe benötigt man zwar auch Erdöl, aber viel weniger als man durch das leichte Gewicht sparen kann. Im Laufe eines durchschnittlichen „Autolebens“ spart man auf alle Fälle ca. 540 Liter Treibstoff. Allein in Österreich liegt die Menge des auf diese Weise nicht verbrauchten Treibstoffes bei mindestens 200 Millionen Litern Treibstoff pro Jahr.

Ohne Chemie geht gar nichts

Das breite Spektrum des Einsatzes von Chemie im Auto ist noch lange nicht erschöpfend behandelt. Motoröle, andere Schmiermittel und Bremsflüssigkeit sind ebenfalls chemische Produkte. Ebenso sind Klimaanlagen mit Chemie befüllt. Und last but not least: Petrochemische Erzeugnisse, also Benzin oder Dieseltreibstoff, sorgen dafür, dass unsere Automobile erst in Gang kommen.

Aber auch Straßenbeläge sind Produkte der chemischen Industrie, genauso wie Straßenmarkierungen, die nicht nur der Orientierung, sondern vor allem der Verkehrssicherheit dienen.

Gesundheit

Brauchen Materialien für den Einsatz im Kontakt mit Lebensmitteln eine spezielle Zulassung?

Es gibt kein spezielles Zulassungsverfahren für Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln. Es gibt aber die bereits erwähnten Anforderungen der EU-Verordnung 1935/2004, die alle Materialien und ihre Bestandteile erfüllen müssen, wenn sie für den Kontakt mit Lebensmitteln verwendet werden sollen. Die Hersteller tragen hierfür die Verantwortung. Außerdem gibt es noch weitere spezifische Regeln in der Bedarfsgegenstände-Verordnung, die für bestimmte Stoffe relevant sind, z.B. eine Positivliste für die Ausgangsstoffe (Monomere) und eine Substanzliste für die Hilfsstoffe (Additive), die zur Herstellung von Kunststoffen verwendet werden dürfen. Für Monomere und Additive können Anträge zur Aufnahme in die entsprechenden Listen gestellt werden. Vor ihrer Aufnahme in diese Listen müssen die Stoffe auf ihre möglichen Übergänge auf Lebensmittel und ihre toxikologischen Eigenschaften geprüft werden. Als ein Ergebnis der Prüfung werden Grenzwerte für den Übergang der Stoffe auf Lebensmittel oder ihren Gehalt in den Materialien festgelegt.

Damit liegen für Stoffe, die in den Listen enthalten sind, toxikologische Daten vor, was eine Bewertung des gesundheitlichen Risikos im Falle eines Übergangs auf Lebensmittel deutlich erleichtert. Die Listen beschränken sich allerdings auf Kunststoffe und Zellglas. Bei Zellglas handelt es sich um eine besser unter dem Markennamen Cellophan bekannte transparente Verpackungsfolie aus regenerierter Zellulose, die zum Beispiel für Süßwaren, Käse oder Wurst verwendet wird.

Chemie im Alltag

Sind Phthalate als Weichmacher in PVC krebserregend oder fortpflanzungsgefährdend?

Phthalate werden in PVC eingesetzt, um das Material weich und biegsam zu machen, wie es zum Beispiel für Planen für LKW benötigt wird. Hingegen sollen Hart-PVC-Produkte stabil bleiben, sie enthalten daher keine Weichmacher.

Kein Vertreter aus der Stoffgruppe der Phthalate (Phthalsäureester) ist als krebserzeugend eingestuft.

Die am häufigsten verwendeten Phthalate DINP und DIDP haben auch keine hormonähnliche Wirkung. Bei DEHP haben sich bei Studien an Nagetieren bei sehr hohen verabreichten Mengen hormonähnliche Wirkungen gezeigt. Ebenso werden DBP, DIBP und BP als Kategorie 2 reproduktionstoxisch klassifiziert, es gibt also den im Tierversuch erhärteten Verdacht auf fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften.

Phthalate werden seit rund 50 Jahren erfolgreich eingesetzt, wobei es bisher keinen verlässlichen Nachweis gibt, dass sie bei bestimmungsgemäßen Gebrauch Gesundheitsprobleme verursacht hätten. Dennoch hat sich die Industrie bemüht, Ersatzprodukte zu finden. Für bestimmte Einsatzzwecke, war dies jedoch bisher nicht möglich. Die geforderten Produkteigenschaften (Dichtfähigkeit bei Deckeldichtungen) können derzeit mit den Substituten nicht erhalten werden. Letztere sind aber zum Schutz des Produktes, meist Lebensmittel, und damit des Konsumenten unbedingt notwendig.

Chemie im Alltag

Enthalten PET-Flaschen Bisphenol A?

Bisphenol A ist kein Grundbaustein von PET (Polyethylenterephthalat), einem Kunststoff, aus dem handelsübliche Getränkeflaschen hergestellt werden. Aus PET-Flaschen löst sich daher kein Bisphenol A.

Auch wenn die Bezeichnung "Polyethylenterephthalat" (PET) zu der Annahme führen könnte, dass in PET-Flaschen als Weichmacher dienende Phthalate enthalten sind, ist das jedoch auch nicht der Fall.

Umwelt

Stimmt es, dass 80 % des Kunststoffmülls über die Flüsse in die Ozeane gelangen?

Tatsache ist, dass Kunstoffe ins Meer gelangen und dort als Treibgut auffindbar sind. Die in jüngster Zeit in den Medien kolportierte Aussage, dass 80 % des Kunststoffes ins Meer gelangen, dürfte eine Fehlinterpretation einer UNO-Studie sein. Laut einer UNO-Expertengruppe stammen 80 % des Kunststoffabfalls in den Weltmeeren vom Festland.

Die „Vermüllung“ des Meeres ist allerdings eine Herausforderung. Es geht dabei aber nicht bloß um Kunststoffe. Der leichte Kunststoff macht das Problem sichtbar, weil er obenauf schwimmt. Schwere Materialien (Glas, Metalle, etc.) sinken zum Meeresboden.

In Österreich oder von Österreich ausgehend besteht ein solches "Littering"-Problem nicht. Hier wurden effiziente Sammel- und Verwertungssysteme aufgebaut. Dieses Problem kann nicht durch Substitution von Materialien gelöst werden. Dann werden eben andere Materialien weggeworfen, denn Verpackung erfüllt viele wichtige Funktionen, weshalb auf sie kaum verzichtet werden wird. Hier ist Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung notwendig, damit die Menschen ihren Müll fachgerecht entsorgen.

Umwelt

Stimmt es, dass jährlich nur 1 % der erzeugten Menge an Styropor rezykliert wird?

In Österreich gibt es ein sehr gut funktionierendes Sammel- und Verwertungssystem für EPS (Styropor)-Verpackungen. Das gesammelte Styropor ist ein begehrter Rohstoff und wird vor allem in der Baustoffindustrie eingesetzt.

Bei der Verbrennung von Styropor-Abfällen (die DeponieVO  untersagt die Ablagerung von Abfällen mit mehr als 5 % Anteil an organischen Kohlenstoff) wird der Heizwert des Materials genutzt.

EPS aus der Wärmedämmung von Gebäuden wird wahrscheinlich erst in einigen Jahrzehnten in größeren Mengen anfallen. Baustellenabfälle werden jetzt schon rezykliert.

Chemie im Alltag

Wird aus Babyfläschchen die hormonell wirksame Substanz Bisphenol A freigesetzt?

Bisphenol A (BPA) ist ein Grundstoff (Monomer) für den Kunststoff Polycarbonat. Nach der Polymerisation ist es nur mehr in einer sehr geringen Restmenge (Restmonomergehalt) vorhanden. Diese kann aus Polycarbonat auswandern, die Mengen sind allerdings extrem niedrig.

BPA zeigt sehr schwach östrogenähnliche Wirkungen, allerdings nur bei extrem hohen Dosen, die realistisch im täglichen Leben niemals erreicht werden können.

Die im Alltag in die Nahrung gelangenden Mengen stellen kein Risiko für die Gesundheit dar. Dies wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA wiederholt bestätigt. Die EFSA stützt sich dabei auf nachvollziehbare Studien. Studien, deren Ergebnisse sich nicht bestätigen lassen oder deren zugrunde liegende Methodik nicht dem aktuellen Stand guter wissenschaftlicher Praxis entspricht, werden nicht berücksichtigt.

Übrigens enthalten auch viele Pflanzen so genannte Sterine, die hormonwirksam sind. Es ist auch bekannt, dass z.B. Klee die Fruchtbarkeit von Kühen negativ beeinflussen kann. Endokrine Wirksamkeit ist also auch in der Natur verbreitet. Es kommt freilich nicht auf das bloße Vorhandensein einer hormonwirksamen Substanz an, ein tatsächliches Risiko lässt sich freilich nur im Zusammenhang mit einem Szenario (Aufnahmemenge in den Körper, Metabolisierung etc.) bewerten.

Umwelt

Kann man durch Verzicht auf Kunststoff Erdöl sparen?

Die Kunststofferzeugung verbraucht nur etwa 4 % des geförderten Erdöls. Der weitaus größte Teil wird zu Treibstoffen und Heizöl verarbeitet. Jeder Tropfen Erdöl, der nicht zu Kunststoff verarbeitet wird, wird daher zur Erzeugung von Benzin oder Diesel verwendet und geht somit direkt in die Verbrennung. Es wird nichts für eine spätere Nutzung gespart. Der Verzicht auf Kunststoffe würde die Erdölreserven also nicht schonen.

Will man Erdöl einsparen, muss man bei den großen Anwendungsgebieten, also den Treibstoffen und Brennstoffen, ansetzen. Gerade hier leisten aber Kunststoffe einen wertvollen Beitrag: Als Wärmedämmung auf den Häusern sparen sie Heizkosten, als leichte Auto- oder Flugzeugbauteile sparen sie Treibstoff und als viel leichtere Verpackungen (verglichen mit Glas) sparen sie Transportkosten.

Umwelt

Ist die Unverrottbarkeit der meisten Kunststoffe ein Nachteil?

Unverrottbarkeit heißt Materialbeständigkeit. In vielen Anwendungsbereichen ist die Unverrottbarkeit die gewünschte Eigenschaft: z.B. bei Bauprodukten, die ja über Jahrzehnte halten sollen. Hier werden sogar Werkstoffe mit chemischen Anstrichen und Imprägnierungen gegen das Verrotten geschützt.

Aber auch bei Produkten mit kürzerer Nutzungsdauer, wie z.B. bei Lebensmittelverpackungen, ist Unverrottbarkeit selten ein Nachteil. Bei Kunststoffmehrwegverpackungen oder beim stofflichen Recycling ohnehin nicht, weil hier der Werkstoff wieder verwendet wird. Wenn Recycling über mehrere Zyklen laufen muss, braucht man dafür beständiges Grundmaterial. Bei ordnungsgemäßer Entsorgung durch Verbrennung ist es unwichtig, ob eine Verpackung verrottbar ist oder nicht. Bei Deponierung - die in Österreich zur Ausnahme geworden ist - verhalten sich Kunststoffe neutral.

Übrigens sind auch viele andere Materialien, z.B. Glas, unverrottbar und jene Werkstoffe, die organisch abgebaut werden, brauchen dazu besondere Bedingungen bzw. sehr viel Zeit.