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FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
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Wird aus Polycarbonat die hormonell wirksame Substanz Bisphenol A freigesetzt?

Bisphenol A (BPA) ist ein Grundstoff  (Monomer) für den Kunststoff Polycarbonat. Nach der Polymerisation ist es nur mehr in einer sehr geringen Restmenge (Restmonomergehalt) vorhanden. Diese kann aus Polycarbonat auswandern, die Mengen sind allerdings extrem niedrig.

BPA zeigt sehr schwach östrogenähnliche Wirkungen, allerdings nur bei extrem hohen Dosen, die realistisch im täglichen Leben niemals erreicht werden können.

Die im Alltag in die Nahrung gelangenden Mengen stellen kein Risiko für die Gesundheit dar. Dies wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA bestätigt, die erst Mitte 2008 einen entsprechenden Risk Assessment Report publiziert hat. Die EFSA stützt sich dabei auf nachvollziehbare Studien. Studien, deren Ergebnisse  sich  nicht  bestätigen lassen oder deren zugrunde liegende Methodik nicht dem aktuellen Stand guter wissenschaftlicher Praxis entspricht, werden nicht berücksichtigt.

Übrigens enthalten auch viele Pflanzen so genannte Sterine, die hormonwirksam sind. Es ist auch bekannt, dass z.B. Klee die Fruchtbarkeit von Kühen negativ beeinflussen kann. Endokrine Wirksamkeit ist also auch in der Natur verbreitet. Es kommt freilich nicht auf das bloße Vorhandensein einer hormonwirksamen Substanz an, ein tatsächliches Risiko lässt sich freilich nur im Zusammenhang mit einem Szenario (Aufnahmemenge in den Körper, Metabolisierung etc.) bewerten. 

 

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